Der Marktführer im Bereich der Sport-Navi-Systeme ergänzt sein Sortiment mit einer Action-Cam der besonderen Art. Sie speichert GPS-Daten und Informationen wie Herz- und Trittfrequenz des Radfahrers oder speichert Temperaturen.
Multifunktional
Um Mißverständnisse zu beseitigen: die Virb Elite ist kein Navigationsgerät. Sie speichert aber die GPS-Daten der abgefahrenen Strecke. Das Video wird mit den Karteninformationen verbunden und kann so als Trainingshilfe dienen. Via Brustsensor wird die Herzfrequenz gemessen, über die Kurbel des Fahrrads erhält das multifunktionelle Gerät die Trittfrequenz. Höhenangaben und Geschwindigkeit können auch angezeigt werden, wenn man gerade nicht filmt. Nicht nur mit dem Fahrrad ist die Action-Cam verwendbar. Man kann sie auch am Helm befestigen und mit ihr durch die Lüfte fliegen wie dieses Video eindruckvoll beweist.
Garmin steigt mit der VIRB und VIRB Elite ins Action-Kamera-Geschäft ein. Der Navigations-Spezialist will damit an einem schnell wachsenden Markt teilhaben, der bislang vor allem von GoPro dominiert wird. Vermutlich spielt auch die Suche nach neuen Unternehmensbereichen neben den rückläufigen Geschäft mit Auto-Navis eine Rolle.
Garmin VIRB zeigt Ausdauer
Auf dem Datenblatt machen die Garmin VIRB und VIRB Elite zumindest schon mal eine gute Figur. Demnach nehmen beide Modelle bei Full-HD und 30 Bildern pro Sekunde auf. Zum Beispiel bei schnellen Biketouren wären allerdings mindestens 50 Bilder pro Sekunde für ruckelfreie Aufnahmen empfehlenswert. Dafür können die Kameras Fotos mit 16 Megapixel festhalten. Zudem steht ein High-Speed-Modus am Start. Damit können Sie in verringerter Auflösung mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde aufzeichnen.Zur Bildkontrolle und Steuerung verbaut Garmin ein 1,4 Zoll kompaktes Farb-Display. Das soll dem Hersteller nach recht energiesparend arbeiten und zur angegebenen Aufnahmedauer von über drei Stunden beitragen. Falls der Akku dann schlapp macht, können Besitzer die Stromzelle bequem durch eine andere tauschen.
Garmin VIRB Elite mit mehr Extras
Beide VIRB-Varianten kommen mit einem wasserdichten Gehäuse bis einem Meter Tiefe und maximal 30 Minuten langer Badezeit. Ferner besitzen beide VIRB-Ausgaben ein ANT+ genanntes Modul. Die Garmin VIRB kann sich dadurch mit anderen Kameras verbinden und von kompatiblen Geräten fernsteuern lassen. Die VIRB Elite kommuniziert indes noch mit Schritt- und Pulsmessern und blendet diese Daten aufs Display ein. Zudem stecken in der VIRB Elite noch weitere Extras: GPS-Modul, Kompass, Höhenmesser, G-Kraftsensor und WLAN zur drahtlosen Verbindung mit Android- sowie iOS-Geräten.Freilich lässt sich Garmin die unterschiedliche Ausstattung etwas kosten. So will der Hersteller die VIRB für etwa 300 Euro, die VIRB Elite für rund 400 Euro noch im Oktober in den Handel bringen. Gleichzeitig soll passendes Zubehör auf den Markt kommen, darunter ein Unterwassergehäuse bis 50 Meter Tiefe und eine Helmhalterung. (mwa)

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